Line Dance – Leidenschaft oder Spleen?

 

In mir wurde im April 2006, ein Feuer entzündet, das bis heute brennt.

Line Dance!

Bis aus der Glut ein großes Feuer wurde dauerte es. Mit jedem neuen Tanz

begann immer wieder der gleiche Ablauf:

 

Zuerst musste der Tanz in den Kopf…

Vom Kopf nach unten in die Beine…

Die Knoten entfernen…

Geschafft! Ein schöner Gedanke. Nur – jetzt wollen die Beine nimmer.

Oder hab‘ ich vielleicht den Tanz vergessen?

 

Nach sechs Wochen: „Ich höre auf!“ „Ich kann das nicht – bin zu blöd dazu!“

„Mach weiter, das wird!“ kam von den Mittänzern und ich ließ mich erneut

darauf ein. Fast ein Jahr brauchte ich bis der Knoten platze.

 

Aus der Glut wurde ein riesiges Feuer.

Tanzen – Tanzen – Tanzen

 

Nun begann eine Zeit, in der mich fast nichts bremsen konnte. Alle aus dem Haus, diese Stunden gehörten mir und dem Line Dance. Geübt wurde jeden Tag 3 Stunden, bis der Schweiß lief. Es war wie eine Sucht und niemand konnte mich von diesem Weg abbringen. Das DTSA für Line Dance in Bronze folgte im Frühjahr 2007. Eine Steigerung des Ganzen ließ nicht lange auf sich warten: Die Glorreiche Idee einer Meisterschaftsteilnahme wurde geboren.

Jetzt nahm der Wahnsinn erst richtig seinen Lauf, die Stundenzahl der Übungseinheiten wurde erhöht. Auch Vorbereitungsworkshops standen an. Ein Jahr geht ja bekanntlich schnell vorbei, wenn ein Termin am Ende steht.

Juli 2008: Der große Tag! Kein Lampenfieber? Doch, der Magen krampfte auf dem Weg zum Dancefloor.

Jetzt gab es kein Zurück mehr! Mit einer kleinen Panne in einem der 3 Tänze, war ich mit mir soweit zufrieden.

Ich ging mit der Erkenntnis nachhause: Wenn ich hier weiter kommen will muss ich gut das doppelte an Trainingseinheiten noch oben drauflegen. Hier war mir klar: Das macht die Familie nicht mit. So viel die Entscheidung auf das Freizeittanzen.

 

 Vom Lagerfeuer zum Flächenbrand oder…

 …Der Wahnsinn nahm einen anderen Weg

 

Das Freizeit Tanzen war mir aber nicht genug. Das Feuer brannte so intensiv, dass sich doch neue Wege fanden. Ich schaute in anderen Gruppen rein, blieb eine Weile oder ging wieder weiter. Ich übernahm auch mal den Unterricht, was immer wieder zu neuen Ideen führte.

Das Jahr 2012 war noch nicht alt, nahm ich das Telefon zur Hand und rief im Haus der Familie in Nürtingen an, ob sie Interesse an Line Dance Kursen hätten. Das Interesse war groß. So begann ich noch im Frühjahr Line Dance Kurse zu geben.

Jetzt öffneten sich neue Tore, ich hatte das Gefühl meine eigenen Ideen überrennen mich.

Im gleichen Jahr gründete ich eine eigene Gruppe. 2013 kam die Tanz AG in der Ganztagsbetreuung, sowie Line Dance Kurse bei der Familien-Bildungsstätte dazu.

Dies war noch nicht das Ende. Privatstunden, Workshops und 2017 übernahm ich noch die Kurse bei der VHS in Nürtingen.

 

Der Crash – Wenn Neid und Missgunst die Gruppe unterwandert.

 

Auch wenn man das Gefühl hat, man steht auf der Sonnenseite des Lebens, man hat einen Teil seines großen Traumes umgesetzt, sollte man die Gefahren auf diesem Wege nicht unterschätzen. Die bitterste Erfahrung auf diesem Weg war, der Neid und die Missgunst die eine Gruppe unterwandern kann, wenn man zu blauäugig an die Sache geht. Diese Erfahrung hätte fast meinen großen Traum zerstört und das große Feuer in mir gelöscht. Doch die Glut war stark genug und brennt bis heute in mir weiter.

 

Unterricht & Fortbildung

 

Fortbildungen sind der Erfolg auf dem Weg zur Erfüllung meines großen Traums. Ob Technik, Musik & Choreographie, die Art zu unterrichten oder auch der Umgang mit schwierigen Personen in einem Kurs oder einer Gruppe, diese Fortbildungen sind sehr wichtig um das Ziel zu erreichen.

 

 

             Sally